Adorno-Handbuch: Leben — Werk — Wirkung by Richard Klein, Johann Kreuzer, Stefan Müller-Doohm

By Richard Klein, Johann Kreuzer, Stefan Müller-Doohm

Prägender Denker für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Handbuch präsentiert den aktuellen Diskussionsstand zu Werk und Wirkung Theodor W. Adornos. Es beleuchtet zentrale Fragestellungen des wegweisenden Philosophen und bietet inhaltliche und methodische Werkzeuge zur Auseinandersetzung mit seinen Schriften. Über forty Beiträger lassen die verschiedenen Zugangsweisen in der Beschäftigung mit Adorno deutlich werden. So kommt der spezifisch interdisziplinäre Charakter des Adornoschen Philosophierens hervorragend zum Ausdruck.

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Beim Abschied von dem umstrittenen französischen Politiker ist Adornos Mutter Maria anwesend, die »mit klarer, junger Stimme, sehr stark die Kindertotenlieder von Mahler anzustimmen« beginnt. Wie in vielen anderen Erzählungen auch liefert Adorno mit der Wiedergabe des Traumgeschehens dessen mitgeträumte Deutung: »Plötzlich, noch im Traum, ging mir der Sinn ihrer Totenklage auf: Laval sei ich selber, als einer, der das Französische [die mütterliche Herkunft Calvelli] ans Deutsche verriet. Mit unbeschreiblichem Schrecken, wild schlagendem Puls, wachte ich auf« (Traumprotokolle 2005: 52).

Die Traummaterialien auffallen. Es sind Träume, in denen das Moment der Wunschproduktion klar zutage tritt, Träume, die Adorno während der Emigrationsjahre notiert hat, in denen Kindheitserinnerungen, Bilder der verlorenen Heimat dominieren oder Antizipationen eines zukünftigen Lebens sichtbar werden. Dazu gehören Szenen aus dem Odenwaldstädtchen Amorbach, das väterliche Haus an der Schönen Aussicht in Frankfurt, der Untermainkai und der Eiserne Steg, das Opernhaus, der Palmengarten. So träumt Adorno wenige Wochen nach seiner Reise von New York an die Westküste, wie er nach labyrinthartigen Irrwegen schließlich »vor Glück erschüttert, auf dem Platz der Residenz zu Bamberg (steht).

Lobend fügt er an: »Drüben lernte ich ein Potential realer Humanität kennen, das im alten Europa so kaum vorfindlich ist. Die politische Form der Demokratie ist den Menschen unendlich viel näher. Dem amerikanischen Leben eignet, trotz der viel beklagten Hast, ein Moment von Friedlichkeit, Gutartigkeit und Großzügigkeit, das von […] den Jahren 1933 bis 1945 in Deutschland […] aufs äußerste sich abhebt« (GS 10/2: 735). Neben das weiterhin bestehende Schreckbild der verwalteten Welt tritt bei Adorno zunehmend das Leitbild realer Demokratisierung.

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